Geschichte

Die Namensherkunft

The ancient sanctuary at Dodoni

Es gibt viele Meinungen zu der Namensherkunft Hellas (Griechenland). Gemäß der antiken Überlieferung, wurde eine Stadt mit dem Namen, in der Mitte Griechenlands bei Thessalis, von dem griechischen Mythenheld Hellenas (Grieche), Patriarch der Griechen, gegründet. Etymologisch, ist die vorwiegende Meinung das der Name von Sellus oder Hellus abstammt. Priester des antiken Dodoni in Epirus im Westen Griechenlands.

Nach der Verbreitung des Christentums, während des Byzantinischen Reiches, galt der Name Hellenas (Grieche) als Synonym für die antike Religion, die Vergötterung und Glauben an Zeus und die Götter des Olymps. Daher wurde für das in Greichenland lebende Volk der allgemeine Name „Romeos“ verwendet.

The oath in Agia Layra, painting of Theodoros Vrizakis

Nach dem Fall Konstantinopels an die Ottomanen im Jahre 1453, war Griechenland bis zum Jahre 1821 unter türkischer Herrschaft, als die griechische Revolution einsetzte und diese zur Proklamation des griechischen Unabhängigkeit Staates in 1830 führte. Während diesen 4 Jahrhunderten wurden 2 Namen benutzt: „Romeos“ und „Gräcus“ bzw. Gracus.

bwohl der Name „Gräcus“ zu der Zeit verwendet wurde, tauchte dieser bereits in der Antike auf. Das ist der Grund für den bekanntesten Namen für Griechenland in der westlichen Sprachgebung: Greece, Grece, Griechenland etc.

Prähistorischen Periode

Die ältesten Spuren

Petralona cave

Der älteste Fund auf griechischem Gebiet ist ein Werkzeug, das ein geschätztes Alter von 750.000 - 950.000 Jahren hat. Man fand es auf der wunderschönen Insel Korfu, welche vom ionischen Meer des westlichen Griechenlands umspült wird. Ein weitere bedeutsamer Fund ist ein 300.000 Jahre alter Schädel eines Menschen, der in der Höhle der Petraloner in der Gegend um Chalidiki südlich von Thessaloniki gefunden wurde. Doch nicht nur dieser Fund wurde hier entdeckt, sondern auch weitere palaiontologische Schätze.

Die landwirtschaftliche Revolution

Die Archäologen bringen immer wieder Gegenstände zu Tage, die beweisen, dass das griechische Gebiet seit der Epoche der Altsteinzeit her bewohnt war. Die häufigsten Hinweise findet man in Thessalien, im Epirus und auf dem Peleponnes. Diese Periode dauert bis 8000 v. Chr., und wird von landwirtschaftlich technischen Neuerungen abgelöst, welche den Entwicklungsverlauf der Menschen auf der Erde stark verändern.

Um 8.500 v. Chr. entstehen im Mittleren Osten die ersten menschlichen Siedlungen und diese brigen auch die ersten Landwirte hervor. Zwischen 8000 und 7000 v. Chr. beginnt man mit der Bewässerung der Pflanzen und die landwirschaftliche "Revolution" nimmt ihren Lauf. Das kann man vor allem in Mesopotamien beobachten, der fruchtbaren Ebene zischen den Flüssen Euphrat und Tigris, in der sich schrittweise nun die ersten großen Kulturen entwickeln. Parallel zu dieser Entwicklung finden in Kleinasien die ersten Versuche mit Kupfer statt.

Schon seit 9000 v. Chr. begünstigen allmählich die Veränderungen des Klimas an den Polen und der Temperaturanstieg in weiten Teilen Europas den Landwirtschaftsbau. Um 6000 v. Chr. beginnt man mit der Landwirtschaft in Griechenland, die sich dann auf der gesamten Balkanhalbinsel verbreitet und sich später auch auf Italien ausweitet. Dank der klimatischen Veränderungen wird in einigen Jahrhunderten schon im gesamten Europa Landwirtschaft betrieben.

Neolithischen Periode

Sosandra, Macedonia

Die Neusteinzeit beginnt 6000 v. Chr., und mit ihr hört der Mensch auf, Jäger und Sammler zu sein und beginnt mit der eigenen Herstellung von Lebensmitteln. Hierbei handelt es sich um einen gigantischen Wandel, denn es ist etwas völlig anderes, nun der Produzent seines eigenen Essens zu sein, in dem er Vieh- und Landwirtschaft betreibt. Dieser Wandel ist Gegenstand von künstlerischen Schaffen, welches stets Ausdruck des Menschen ist. Die neuen Arten sich Auszudrücken unterscheiden sich grundlegend, da man nun zu den Tieren menschliche Figuren hinzufügt.

Aus Kleinasien kommt ausserdem noch eine andere wichtige schöpferische Tätigkeit, nämlich die Herstellung von Gefäßen. Da man nach wie vor Steine bearbeitet, beginnt man nun hierfür Werkzeuge aus Metall zu benutzen. In der Neusteinzeit entwickelt sich eine hohe Kultur auf Zypern, doch schon bald daraufhin ziehen einige Kulturstämme in den südöstlichen Raum Europas, vor allem auf die griechische Halbinsel und zum ägäischen Meer.

Das griechische Gebiet wird vor allem in dieser Epoche besiedelt. Dies bezeugen viele Siedlungen in unterschiedlichen Gebieten, vor allem in Thessalien, dem Peleponnes und auf den Inseln. Die ersten Siedlungen in Athen entstehen um 6000 v. Chr.

Kykladen und Kreta

Die Neusteinzeit dauert in Griechenland bis 3.200 Jahre v.Chr..Da diese der Bronzezeit Platz macht, sind nun zwei neue Zivilisationen geboren. Die Kykladen-Kultur in der Ägäis und die der minoischen Kultur auf Kreta.

history kyklades minoan

cycladic room

Dank der reichhaltigen Bodenschätze auf den Kykladen (in der Mitte des Ägäischen Meeres) konnte bereits in der frühen Bronzezeit die Metallverarbeitung entwickelt, die nautische Technik schreitet schnell voran und der Handel floriert. Die Kykladen sind die Brücke zwischen dem griechischen Festland und Kreta, sowie, zwischen Europa und Asien. Sie schaffen eine einzigartige Kultur, die bis 2.000 v. Chr. andauert, mit Hauptmerkmal der berühmten Statuetten, meist weibliche Figuren, darunter viele Ehrungen einiger Göttinnen.

Minoan Palace,Crete

Zur gleichen Zeit, besonders nach 1.900 v. Chr. erreicht die minoische Zivilisation ihren Höhepunkt auf Kreta. Die kretanischen Seefahrer und Händler durchkreuzen mit ihren Schiffen das Mittelmeer, etablieren neue Kolonien – darunter die Kykladen - und bauen in ihren Städten erstaunliche Paläste, welche Sie mit brillanten Fresken schmücken.

All das dauerte bis 1.450 v. Chr. an, als ein furchtbarer Vulkanausbruch vor der heutigen Insel Santorin, eine völlige Zerstörung der Zivilisation mit sich bringt. Selbst die Morphologie der Insel wurde dadurch verändert. Großer Schaden wurde auch anderen Inseln zugefügt. Man geht davon aus, das diese Explosion die Ursache für das Ende der minoischen Kultur war. Historisch gesehen scheint es, das Kreta, der neuen kulturellen Kraft, die aus dem griechischen Festland kam, unterzogen wurde: Die Mykene.

santorini volcano

Achäer und Dorer

Nach dem Jahre 3.000 v.Chr. haben Indoeuropäer, Nomaden von den großen Ebenen am Schwarzen Meer im Osten, begonnen, nach Westen zu ziehen. Krieger, die das Pferd gezähmt haben, erreichen nach und nach den Süden, die Ägäis und dominieren die griechischen Halbinsel.

Trade routes of the Mycenians and Minoans

Die neuen Bewohner setzen sich in befestigten Stellungen nieder oder schützen sich mit einer Akropolis. Als sich nach 2.000 v. Chr. die Dinge etwas beruhigen, haben einige dieser Festungen mehr Macht und können folgende Beziehungen zueinander aufbauen. Mykene und Tiryns in Argolida, Pylos in Messenien und Theben in Böotien. Die Achäer, wie die neuen Bewohner jetzt genannt werden, dominieren allmählich im östlichen Mittelmeer. Sie entwickeln nach 1.600 v.Chr. die mykenische Kultur und bestreiten den Feldzug gegen Troja im Jahre 1.200 v.Chr.

Mycenae

Pylos

Theves

Im Norden jedoch beginnt ein Umbruch. Viele Menschen suchen einen neuen Lebensraum und drücken andere Nationen weiter in den Süden. Illyrer kommen vom Westen herab. Thraker richteten sich nach Südosten, Phryger strömen nach Kleinasien.

Im Norden der griechischen Halbinsel, sehen sich die Dorer gezwungen, fortzuziehen. Die meisten von ihnen gehen in den Süden, zwischen 1,100-1,000 v.Chr. besiegen Sie die Achäer und dominieren in Griechenland außer in Athen, Evia und den Kykladen, wo die Ionier sich durchsetzen. Das ist das Ende der mykenischen Zivilisation und der Beginn der ersten griechischen Besiedelung. Im Jahre 900 v. Chr. in Laconia im südlichen Peloponnes wird durch die Dorer die Stadt Sparta gegründet.

1000BC-First Greek colonization

Griechische Mittelalter

Der dorische Einmarsch ist die Ursache für die Entwicklungsverzögerung im Fortschritt der griechischen Region. Die Verwendung der Schrift ist längst in Vergessenheit geraten, so dass die Informationen, die wir haben, ungenau sind und wir nicht viel wissen über die Entwicklungen in dieser Epoche. Es ist eine Zeit der Stagnation, von den Historikern das "griechische Mittelalter" genannt, welches über 200 Jahre andauert, doch schon bald beginnt eine rasante Entwicklung.

Die Schrift kehrt nach Griechenland zurück, als Reisende von großer Bedeutung und Kaufleute des Mittelmeeres, die Phönizier, Griechenland entdecken. Das phönizische Alphabet bietet die Möglichkeit jedes Wort zu schreiben und etabliert sich im gesamten östlichen Mittelmeerraum. Aber es gibt einen Unterschied zwischen den semitischen Sprachen und der griechischen Sprache. Griechen entdecken die Vokale für sich und zeichnen die griechischen Wörter durch ihre Endungen aus. Die griechische Schrift wird direkt oder indirekt die Quelle für die Entwicklung der meisten europäischen Schriften, welche folgen, die der etruskischen, lateinischen, gotischen und slawischen.

homer

Der Beginn des neuen Zeitalters wird um 750 v. Chr. bezeichnet, als die homerischen Epen aufgezeichnet werden. Der Fortschritt ist rasant. Die Produktion nimmt zu, der Handel und die Schifffahrt entwickeln sich. Münzen werden geprägt, während die Etablierung der Sklaverei billige Arbeitskräfte bietet.

Das Wirtschaftswachstum entsteht durch die Entwicklung der Kultur, sowie der politischen Einflüsse. In vielen Fällen wird die Autokratie beseitigt und es werden klassische Formen der Stadt-Staat gebildet, zusammen mit den dazugehörigen Institutionen. Der Liebe zum Lande wird man sich bewusst und die militärische Organisation übernimmt eine neue Form, basierend auf die der Phalanx der fußmarschierenden Hopliten.

Areas of Greek settlement and major colonies

Kolonien werden an allen Ecken des Mittelmeeres gegründet, sogar in den weiter entferntesten. Die Kolonien bringen neue Fortschritte mit sich. Die Evolution wird nicht nur in der Mittelmeer-Küste vorangetrieben, sondern auch innerhalb der Europäischen Regionen. Natürlich konnte all dies nicht über Nacht geschehen.

Städte Staaten - Griechische Klassik

Das Jahr 776 v. Chr. gilt als ein Meilenstein in der Chronologie des neuen Zeitalters, als nämlich die ersten Olympischen Spiele stattfanden. Zweitens beginnt die griechische Besiedelung im Jahre 750 v. Chr. und dauerte bis 550 v. Chr. an. Verfestigen konnten sich die ersten Städte und Staaten nach 680-650 v. Chr., unter der Herrschaft von Tyrannen. Siedelungen wurden fast überall gegründet, aber vor allem in Italien, wo die neuen Städte schnell eigenständig werden und an Macht und Reichtum gewinnen.

Zur gleichen Zeit, in der Archaik, werden von dem ersten Herrscher von Argos, Phaedon, die ersten Münzen in Griechenland geprägt und die griechische Lyrik findet fruchtbaren Anklang. Im Jahr 600 v. Chr. entwickelt sich Delphi zu dem größten religiösen Zentrum. Die Entwicklung in den Städten bestimmte im großen Maße den Fortschritt. Rund 550 v. Chr. befindet sich der Stadtstaat nun im Mittelpunkt des politischen Lebens.

594 v. Chr. Athen. Solon gründet, mit seiner Gesetzgebung die Grundlagen für eine neue Verfassung. Im Jahr 560 v. Chr. fördert der Tyrann Pesistratus die Entwicklung von Handwerk und die Kultivierung der Kunst. Im Jahr 510 v. Chr. führt der Athener Staatsreformer Kleisthenes demokratische Gesetze ein. Die Demokratie ist geboren und mit der Einrichtung der Institutionen, ist das Demokratiemodell für die künftigen Generationen geboren.

Solon and his legislation

The classical period

The Greek - Persian wars
In dem frühen 5. Jahrhundert v. Chr. hat das persische Reich dreimal versucht, Griechenland zu erobern. Der erste Feldzug im Jahre 492 v. Chr. endet unrühmlich auf der Halbinsel Athos in Nordgriechenland, als die persische Flotte durch einen Sturm zerstört wurde. Der zweite Feldzug, 490 v.Chr. führt zur Niederlage der Perser durch die Athener bei Marathon. Die dritte Offensive startet um 480 v. Chr., und das obwohl die Griechen in die Städte-Staaten aufgeteilt sind, schaffen sie es endlich sich zu vereinigen. Leonidas und 300 Spartaner werden bei den Thermopylen geopfert und Athen von den Invasoren zerstört. Aber die Griechen gewinnen die Seeschlacht von Salamis. Im nächsten Jahr schaffen sie es die Perser dauerhaft zu verdrängen, nachdem die Schlacht von Plataiai und Mykale gewonnen ist. Nach dem endgültigen Sieg im Jahre 479 v. Chr., beginnt die griechische Klassik.

Das Klassische Griechenland erschafft und dreht sich um zwei Zentren. Athen und Sparta. In Athen wird die Idee der Demokratie geboren und in Sparta eine strenge und sparsame Lebensweise. Die große Zivilisation der klassischen Ära, sticht durch unauslöschliche Spuren in der Geschichte hervor; Mit ihren Institutionen und Errungenschaften im menschlichen Geiste. In Wissenschaft und in der Kultur, in der Philosophie, Geschichte, Medizin, Poesie, Theater, Architektur und den Skulpturen.

Marathon monument

Thermopylae monument

Salamis monument

Aber große Errungenschaften bringen nicht immer Harmonie und Frieden. Die Griechen beginnen sich untereinander zu bekriegen. In Jahre 478 v. Chr. wird das Bündnis von Pelos gegründet, das sich schnell zur ersten Athener Allianz umformiert und im Wesentlichen der Führung von Athen unterliegt. Durch diese Art nimmt die Macht in Athen stetig zu, und um 460 v. Chr. erreicht die Demokratie in Athen ihren Höhepunkt.

Die Ära des Perikles, ab 449 v. Chr., ist das Goldene Zeitalter. Diese zeichnet sich durch seine großen Leistungen und Projekte von höchstem künstlerischem Wert aus. Das sind unter anderem die Denkmäler der Akropolis und dem Parthenon. Die Demokratie Athens des fünften Jahrhunderts ist somit auch für die Zukunft der Bezugspunkt für die politischen Institutionen als auch für seinen Beitrag zur Kultur geworden.

Doch die Konkurrenz zu Sparta im Jahr 431 v. Chr., führt zu dem Peloponnesischen Krieg, der den Fortschritt der klassischen Zeit einschränkt und am Ende des Jahres 404 v. Chr. die Niederlage von Athen besiegelt. Dadurch steht der Hegemonie Spartas im griechischen Raum nichts entgegen.

Alexander und die Mazedonier

alexander the great

Sparta verliert seine Herrschaft im Jahre 371 v.Chr. an die Theben, doch die Mazedonier übernehmen schnell die Macht.

Philip der Zweite herrscht im Jahr 338 v. Chr., wird jedoch zwei Jahre später ermordet. Im Jahr 336 v. Chr. wird sein Sohn Alexander, im Alter von zwanzig Jahren König. Er stabilisiert seine Autorität und beginnt seinen Feldzug im Jahr 334 v. Chr. gen Osten. Innerhalb von vier Jahren, erobert er das persische Reich und erreicht im Jahr 326 v. Chr. den Indus.

Nach seinem Tod im Jahre 326 v. Chr., teilen seine Generäle das Reich unter sich auf und bekämpfen sich einander. Die hellenistische Periode beginnt.

Im Jahr 281 v. Chr. kommen die Kriege der Nachfolger zu einem Ende und drei große Königreiche entstehen. Mazedonien unter Antigonos, Kleinasien, Mesopotamien und Persien durch Seleukos und Ägypten regiert von Ptolemaios.

Die Römer in Griechenland

Während der ersten Periode der hellenistischen Epoche von 304 bis 220 v. Chr. bleibt das Gleichgewicht der Macht unverändert und die griechische Zivilisation entwickelt sich gen Osten und wird rückläufig. In der Zwischenzeit wird im Westen, Rom immer stärker und stärker. Auf dem griechischen Festland gibt es drei mächtige Zentren. Von Norden nach Süden das Königreich Mazedonien, das Bündnis von Ätolien und der Achaiische Bund, in welchem allmählich fast alle Städte rund um den Peloponnes Mitglieder wurden, außer Sparta.

Die Bürgerkriege und die geschickte Politik Roms, brachten die Stellung Griechenlands zu Fall. Es fanden drei mazedonische Kriege 215-205 v. Chr., 200 v. Chr. und 176-168 v.Chr. statt. Die Römer übernehmen die Herrschaft. Sie teilen sich Mazedonien in drei autonome Regionen auf. Im Jahre 146 v. Chr. vernichten sie bei Isthmos den Achaiischen Bund, zerstören Korinth und vereinen das ganze griechische Gebiet in eine römische Provinz und übergeben die Autonomie an Lakonien, Athen und Delphi. Über die nächsten Jahre vereinen sich die Städte von Lakonien und zentrieren ihre Volkswirtschaft auf Gythio, welches zu einer wichtigen Hafenstadt entwickelt und heranwächst.

Roman Empire

Im Jahre 88 v. Chr. greift der König von Pontus, Mithridates, die römischen Eroberungen in Kleinasien an und ruft die Griechen zum Widerstand auf. Im Jahre 86 v. Chr. zerstören die Römer Athen und Piräus und besiegen Mithridates bei Chaironeia und Orchomenos.

In den kommenden Jahrzehnten wird die griechische Welt zur Bühne von einigen größeren Bürgerkriegen. Im Jahr 31 v. Chr. wird im Westen Griechenlands in Aktion am Golf von Amvrakikos, Mark Antony besiegt sowie die Cleopatra-Flotte zerstört. Im nächsten Jahr nimmt Oktavian Alexandria ein, während Antonius und Cleopatra Selbstmord begehen. Das Reich der Ptolemäus, geht als letztes freies hellenistisches Reich dem Ende zu. Octavian wird zum Herrscher Augustus ernannt und Rom wird zum Imperium.

Von Rom zur Byzanz

Die griechische Kultur trägt zu der Entwicklung der römischen Zivilisation bei. Griechenland bleibt eine römische Provinz.

Im Jahre 46 n. Chr. wird die römische Provinz Thrakien einberufen. Zur der Zeit, ist Paulus auf Reisen um die Botschaft des christlichen Glaubens zu verkünden und erreicht schließlich Philippi und Korinth.

In der griechischen Welt sind bessere Tage am kommen, als der Kaiser Hadrian die Herrschaft übernimmt. Er reist von 121 bis 129 durch das Reich und gründet Städte mit seinem Namen. Hadrian ist ein Bewunderer der griechischen Kultur und fördert viele Projekte, vor allem in Athen. Dies ist der Beginn von blühenden Zeiten in Griechenland.

Emperor Constantine

Das Römische Reich hat seine eigenen Verwicklungen, die zur Trennung des Reiches in einen westlichen und östlichen Staat führt und die Dominanz des Christentums hervorbringt. Im Jahre 330 siegt Konstantin in den Kriegen um die anderen Herausforderer des Thrones. Er zieht nach Osten, um die strategische Lage der alten Kolonie Byzanz zu festigen. Konstantinopel wird zur neuen Hauptstadt des Reiches.

Im Jahr 361-363 scheitern die Versuche, die alte Religion des Polytheismus zu beleben. In 395 markiert der Tod von Theodosius dem I., das Ende der Einheit des Gesamtreiches. Seine Söhne teilen es in Ost und West.

Byzantium Empire

Der östliche Staat behält seinen ursprünglich römischen Charakter. Aber nach 641 während der Ära von Heraklion, beginnen die griechischen Wurzeln zu erwachsen, und entwickelt sich innerhalb dem mächtigen Byzantinischen Reiches mit der römischen Verwaltung als Grundlage, dem römischen Recht, die griechische Sprache, griechische Kultur und christlichem Glauben. Im Jahre 1203 ändert der Vierte Kreuzzug sein Ziel, womit sich die Venezianer mit ihren Schiffen und die Kreuzfahrer in Konstantinopel einfinden, die Stadt schließlich im Jahr 1204 erobern. In Griechenland ist das der Beginn der fränkischen Epoche, außer im Westen, wo der Staat Epirus stattdessen entsteht.

Die Byzantiner gewinnen Konstantinopel im Jahre 1261 zurück, aber die fränkischen Herrscher behalten die Dukaten in Europa, während die Venezianer ihre eigenen Dukaten erstellen, auf den Inseln und an der Küste des Ägäischen Meeres.

Die Osmanische Herrschaft

Das byzantinische Reich kommt nicht mehr zur alten Stärke. Im Jahre 1301 schaffen es die Türken zum ersten Mal große Gebiete der Byzantiner in Kleinasien einzunehmen. Nach ihren Siegen schreiten sie über auf europäischem Boden, und ziehen vor bis in den Balkan und Konstantinopel befindet sich dreimal im Belagerungszustand.

Siege of Constantinople

Die dritte Belagerung im Jahre 1453 ist die fatalste. Die Türken erobern die Stadt und zerstören das Byzantinische Reich. Im Jahre 1456 dringen Sie nach Athen ein und im Jahre 1460 erobern sie den Bezirk von Mystras, in Lakonien. Das Osmanische Reich bekommt seinen Höhepunkt im Jahre 1520 unter der Herrschaft von Süleyman I., dem Prächtigen, der im Jahre 1526 in Budapest einmarschiert und in 1529 jedoch bei der Belagerungen Wiens abgewehrt werden kann. Dafür zieht er auf der anderen Seite weiter und erobert Ägypten, die Küste des Persischen Golfs und des Roten Meeres, Medina, Mekka und Aden.

The Ottoman Domination

Er ernennt den berüchtigten Piraten Barbarossa als Leiter der Marine-Operationen. Er erhält von den Venezianern mehrere Inseln und Schlösser. Im Jahre 1537 bricht ein Krieg zwischen Venedig und der Türkei aus. Venedig kapituliert im Jahr 1540. Die letzte Domäne von Naxos wird vom Sultan im Jahre 1566 eliminiert. Von den Kykladen, bleibt nur Tinos unter den Venezianer bis zum Jahre 1715.

Im Jahre 1571, in der Seeschlacht von Lepanto (Nafpaktos) an dem Golf vom Patras siegt die christliche Flotte unter der Führung von Don Juan de Austria über die Osmanen. Dieser Sieg erhöht die Moral und das Ansehen Europas. Dies ist die letzte große Seeschlacht der Galeonen. Der Einsatz von Artillerie, die auf dem Land begonnen hat, ändert auch die Art und Weise der Kriegsführung auf See.

Revolution und Unabhängigkeit

Die Osmanen bauen eine neue Flotte auf und führen ihre Eroberungen und Kriege mit den Venezianern fort, während die Inseln von Überfällen durch Piraten leiden. Einige von ihnen werden sogar zu Piraten-Hochburgen.

Im 18. Jahrhundert beginnt ein Konflikt mit Auswirkungen auf die griechische Welt. Der lange Streit zwischen Russland und der Türkei führt zu dem russisch-türkischen Krieg, der im Jahre 1768 ausbricht und im Jahr 1770 die russische Flotte, unter der Führung der Brüder Orlow, an den Peloponnes bringt. Der Zweck ist die griechische Rebellion. Als die Revolution von Orlov ausbricht, scheitert sie auch schnell. Die russische Flotte setzt jedoch ihre Tätigkeit in der Ägäis fort und hat als Ausgangsbasis den Hafen von Naoussa auf der Insel Paros. Sie schlägt die türkische Flotte und bleibt in der Ägäis bis zum Ende des Krieges im Jahre 1774, welcher durch den Friedensvertrag von Küçük Kaynarca beschlossen wurde.

turkish war

Die Hoffnung der Griechen auf Befreiung, lebt in dem nächsten russisch-türkischen Krieg von 1787-1792 auf, als die russische Flotte in der Ägäis, angeführt von dem Griechen Lambro Katsoni, interveniert. Der Krieg endet, ohne das die Griechen ihr Schicksal wieder einmal ändern konnten. Lambros Katsonis setzt den Kampf alleine fort, jedoch ohne Erfolg.

1821
Trotz des Scheiterns der griechischen Freiheitsbewegungen gab es auch eine positive Seite. Der Friedensvertrag von Küçük Kaynarca aus dem Jahr 1774 gewährleistet einen freien Handel und Schiffsverkehr auf den Inseln. Viele von ihnen, vor allem auf den Kykladen, werden durch die Eroberer milder behandelt im Gegensatz zu dem griechischen Festland. Die griechischen Inselbewohner nutzen diese Privilegien und die Meereszufahrten, zu immer mehr Reichtum und Macht. So dass sie in der Lage sind, sobald die Zeit kommt, mit Schiffen und Geld den großen Kampf für die Unabhängigkeit zu bestreiten, welcher bereits heimlich geplant wird.

Die griechische Revolution bricht im Jahr 1821 aus und zeigt sich für die nächsten Jahre von Erfolg und Misserfolg, Heldentum und Opfern und bringt auch zivile Konflikte mit sich. Die Rolle der griechischen Bewunderer ist maßgeblich. Sie kommen aus anderen Ländern, um die Rebellen zu stärken. Als im Jahre 1827 die Flotten der wichtigsten Kräfte der Zeit - England, Frankreich und Russland - die osmanische Flotte in der entscheidenden Schlacht von Navarino im Südwesten des Peloponnes besiegen.

Griechenland wird ein unabhängiger Staat im Jahr 1830 und richtet sich nach vorne, geführt von politischen Wagnissen, starker Leidenschaft und wiederholten Versuchen sich wirtschaftlich zu entwickeln. Es braucht jedoch einen langen Weg um sich aus einem armen Agrarland zu einem prosperierenden Industrieland zu verwandeln, da es unter der osmanischen Herrschaft nicht von den gesellschaftspolitischen Entwicklungen in Westeuropa teilnahm, welche die Bourgeoisie und ihrer liberale Wirtschaftsphilosophie hervor brachte.

Vom 19. bis zum 20. Jahrhundert

King Otto

Die politischen Anstrengungen bringen das Land von den ersten Schritten aus seiner Freiheit zum erliegen. Griechenland wird zur Monarchie. Der erste König, ist König Otto aus Bayern. Im Jahr 1843 ist er jedoch gezwungen, die erste Verfassung zu verabschieden. Georg I. übernimmt seinen Platz im Jahr 1863.

Im Jahr 1864, verfügt Griechenland über die Ionischen Inseln und 1881 werden Thessalien und ein Teil des Epirus annektiert. Der Türkisch-Griechische Krieg 1896/97 um Kreta endete in einer Niederlage, welche aber ohne Folgen für die Souveränität bleibt.

Das 20. Jahrhundert beginnt mit viel besseren Vorzeichen. Im Jahr 1908 ist Kreta mit Griechenland vereinigt. Im Jahr 1912 beschließt Griechenland eine Allianz mit Serbien, Bulgarien und Montenegro gegen das Osmanische Reich. Das Bündnis tritt 1913 in Kraft und das osmanische Reich verliert die meisten seiner europäischen Gebiete. Kurz darauf treffen sich Griechenland und Serbien zusammen und gewinnen die Resonanz Bulgariens. Mit den Balkankriegen, gewinnt Griechenland an Größe in Epirus, Makedonien und den Ägäischen Inseln.

Ob an dem Ersten Weltkrieg teilgenommen werden soll oder nicht, ist der Grund, weshalb sich König Konstantin und der Premierminister Elefterios Venizelos, widersprechen. Der Ministerpräsident strebt nach einem Einstieg in den Krieg auf der Seite der Alliierten, welcher auch gelingt. Nach dem Sieg erweitert Griechenland seine Gebiete um Thrakien und Kleinasien. Griechenland führt einen Feldzug nach Kleinasien, wird jedoch von der Türkei im Jahre 1922 geschlagen. Die Türken brennen darauf dessen Smyrna nieder und die Griechen die in den kleinasiatischen Gebieten überlebten, kamen nach Griechenland als Flüchtlinge. Diese Niederlage hat einen großen Einfluss auf das wirtschaftliche und soziale Leben. Aber trotz der enormen Schwierigkeiten des Landes, schafft es die erfolgreiche Eingliederung der Flüchtlinge und den Kurs nach Stabilität zu halten.

King Constintine - Prime Minister Venizelos

Die politischen Spannungen brechen jedoch nicht ab. Griechenland erlebt seine erste Periode als eine präsidiale Demokratie von 1924 bis 1935, nach der Diktatur von Pangalos. Die Monarchie nimmt aber erneut Einzug, als auch die Diktatur des Metaxas im Jahr 1936.

Aus WW2 bis heute

Im Jahr 1940 wird Griechenland, während des Zweiten Weltkrieges, von Italien angegriffen, aber die griechische Armee schlägt siegreich zurück.

greece italy ww2 greek italic war

Im April 1941 ist das Land von Deutschland erobert.

germans in acropolis german tanks in acropolis greece

Griechenland ist in 1944 befreit und gerät in den Strudel der frühen Nachkriegsjahre. Von 1947 bis 1949 erlebt es das Leiden des Bürgerkriegs und der Trennung des griechischen Volkes in "rechte" und "linke" Bürger. Politische Streitigkeiten werden immer intensiver zusammen mit den Bemühungen die Wirtschaft zu organisieren und zu entwickeln. Die Industrialisierung hat im späten 19. Jahrhundert begonnen, aber es kommt in dem 1950er Jahrzehnt darauf an in Fahrt zu kommen um den Wiederaufbau zu erreichen. Der demokratische Prozess kommt im Jahr 1967 durch die Machtübernahme der Militärdiktatur zum erliegen, diese endet jedoch 1974, als die Türkei ein Drittel Zyperns militärisch besetzt. Die Demokratie kommt dafür wieder nach Griechenland zurück.

Kurz nach der Rückkehr der Demokratie, wird die Monarchie per Referendum aufgehoben. Seitdem verläuft das politische Leben reibungslos. Die politischen Gegensätze sind zwar heftig wie immer, aber die demokratischen Institutionen sind im Rahmen der Verfassung stabil.

Eine wichtige Station auf dem neuem Kurs, ist im Jahr 1981, die Integration in die Europäische Gemeinschaft. Allmählich kann sich Griechenland an die neuen Bedingungen anpassen und die Möglichkeiten ausschöpfen, welche der europäische Kurs bietet. Mit dem Aufbruch ins 21. Jahrhundert tretet Griechenland in die Wirtschafts-und Währungsunion ein und folgt den ersten Ländern zur Erschaffung der Euro-Zone.

In den alten Tagen war Griechenland ein Exportland für Arbeitskräfte. Die ersten großen Wellen von griechischen Einwanderern finden im frühen 20. Jahrhundert in den USA statt. In den Jahrzehnten von 1950 und 1960 sind dann neue Wellen von Einwanderern nach USA, Australien, Kanada und auch nach Deutschland, Belgien und Schweden unterwegs. Im frühen 21. Jahrhundert ist Griechenland jedoch ein Land, welches viele Zuwanderer aufnimmt. Seit 2010 befindet es sich in einer der größten Wirtschaftskrise.