Das Klima

Meltemia

Die Winde aus dem Norden werden "Etisiae" genannt, was so viel heißt wie „jährliche Winde“. Dies ist so weil sie regelmäßig jedes Jahr wehen und dadurch als Meltemia bekannt sind. Sie wehen aus Nordwestlicher beziehungsweise Nordöstlicher Richtung und werden zwischen einer Schwallwelle und als alljährlich unterteilt. Die Vorläufer wehen von Ende Mai oder Anfang Juni, bis Anfang Juli und haben keine große Geschwindigkeit. Sie treten jedoch sehr häufig auf und sind stark. Im August wehen sie häufiger als wie in jedem anderen Monat.

meltemia

Die Richtung der Meltemi unterscheidet sich von Region zu Region. Am Ionischen Meer und an der Küste von West-Griechenland schlägt die Richtung nach Nordwesten. Dies ist der Wind, der in Griechenland „Maestros“ genannt wird. An der nördlichen Ägäis kommen die Winde aus Nordosten. Aber je weiter sie vordringen, werden sie zu Nord,- beziehungsweise Nordwestwinde.

Aber auch die Geschwindigkeit des Meltemi ist nicht stabil. Diese ändert sich von Stunde zu Stunde, manchmal sogar an der gleichen Stelle. Der Meltemia beginnt am Morgen zu wehen und wird immer stärker und erreicht schließlich seine höchste Geschwindigkeit um die Mittagszeit zwischen 13 und 15 Uhr. Dann beginnt er zu fallen und beruhigt sich bei Sonnenuntergang. Der Meltemia weht mit großer Wucht auf dem offenen Meer. Seine Stärke nimmt jedoch ab, sobald er die Küste und das Festland erreicht.

In der Ägäis herrschen in der Regel oft starke oder heftige Winde, die sich bis zu einem Sturm zusammenbrauen können. Dadurch dass Winde auf dem Festland existieren, die auch relativ trocken sind, führt das zur Folge dass sie die Trockenheit, die während des Sommers in Griechenland herrscht, vorantreiben. Und weil die Nordwinde kühler sind, steuern sie zur Reduzierung der hohen Temperaturen im Sommer bei.

Die Avra

Der Meltemi weht nicht während des ganzen Sommers. Wenn er nicht bläst, ist es innerhalb des ganzen Landes windstill, während an den Küstengebieten und den größeren Inseln, die Avra weht.

Die Avra ist auch ein Sommer Wind, aber er weht nicht rund um die Uhr in die gleiche Richtung. Er ist eine leichte und immer angenehme Brise. Tagsüber weht er vom Meer, und heißt daher die Meeres Avra. Im Altgriechischen trägt er den Namen "Tropaea" Und in der Nacht weht er aus dem Festland, als sogenannte Apogäums hohe Avra - ". Apogaea" ist der antike Name.

Im Sommer kommt es sehr häufig vor, das an der griechischen Küste entweder der meltemia oder der Avra weht. Nur ganz selten ist es absolut windstill.

Die Avra weht über das ganze Jahr an der griechischen Küste, sofern auch schönes Wetter ist. Und dies ist eines der wichtigsten Merkmale für den griechischen Sommer. Die Avra beginnt um 10 Uhr am Meer zu wehen und nimmt gegen zwei und drei Uhr an Kraft zu. Danach nimmt die Windstärke ab und kommt schließlich völlig zum erliegen, sobald die Sonne untergeht. Für etwa eine oder zwei Stunden ist es dann ruhig, und sobald die Nacht anbricht kommt die Nachmittags-Avra und bläst dann milder.