Geographie

Das Ägäische Meer

Theseus and Minotaur
Mit jeder Wurzel der Antike hat die Mythologie das erste Wort. Die Ägäis ist nach dem König von Athen, Aegeas benannt, welcher der Legende nach, in das Meer von Kap Sounion fiel, als er die schwarzen Segel von dem Schiff seines Sohnes Theseus, sah, welcher aus dem minoischen Kreta zurück kam, um dort Minotaurus zu töten. Die Athener waren gezwungen, junge Männer und Frauen zu opfern und nach Kreta zu schicken. Theseus gelang seine Mission, soll jedoch auf seiner Rückkehr nach Hause vergessen haben die weißen Segel zu hissen, als Zeichen dafür das alles gut gegangen ist und jeder nach Hause kommt.

Die Sache ist jedoch die, dass die Etymologie des Wortes, die Dinge anders sieht. Die Ägäis hat Ihre Namensherkunft von den hohen Wellen, die sich häufig aufrührten. In der griechischen Sprache werden hohe Wellen „Aiges“ genannt. Und das Adjektiv „Aigaios“ bedeutet großes Meer.

Das Gebiet und die Grenze

Die Ägäis ist das Meer, das zwischen der Küste des griechischen Festlands, die Küste von Kleinasien und Kreta liegt. Sie hat sich durch die Senkung und die Erhebung und durch die Risse bei der Entstehung der Alpen in der heutigen Form während der Quartär Zeit gebildet.

Tektonische Veränderungen aus dem Tertiär Zeitalter bildeten die Morphologie der Ägäis, mit den heute wichtigsten Eigenschaften, die schöne filigranen Strände, die vielen Inseln und die große Variation in der Topographie des Meeresbodens mit Bodenvertiefungen, Gräben und Furchen.

All dies zusammen mit den hervorragenden klimatischen Bedingungen, macht die Ägäis, zur einer der attraktivsten Meere der Welt. Seit Jahrtausenden ist die Ägäis die Wiege großer Zivilisationen und Drehscheibe für den Handel und die Kommunikationsplattform zwischen den Nationen des Westens, Ostens, Norden und Süden gewesen.

Aegean sea boundaries

Die Ägäis ist ein geschlossenes Meer. Im Süden an Seite des Peloponnes, trifft es sich mit dem Ionischen Meer. Von der einen zur anderen Seite Kretas, im Osten und Westen mit dem Libyschen Meer. Am nordöstlichen Ende geht es nacheinander über in die Meerenge der Dardanellen - dem alten griechischen, Hellespont und das Meer von Marmara oder Schwarzem Meer. Die Grenzen und die Ausdehnungen der Ägäis wurden im Jahr 1919, während der Internationalen Hydrographischen Konferenz in London festgelegtn.

Von Osten nach Westen, sind die südlichen Grenzen vom Kap Marmara an im Südwesten Kleinasiens, die Myli Landzunge im nördlichen Teil von Rhodos und Prasonisi im Süden. Von dort zu den Karpathos und Kasos Inseln, bis hin zum Kap Plaka im östlichen Teil der Insel Kreta. Und aus dem nördlichen Teil der Insel Kreta, Kap Agriogramvousa bis hin zu den Inseln Kythera und Antikythera, um Elafonissos herum bis in den Golf von Lakonia im Süden des Peloponnes.

Das Ausmaß des Meeres umfasst im Norden eine imaginäre Linie zwischen der Ostküste der griechischen Halbinsel, nämlich die Küste von Makedonien und Thrakien und die Küste von Klein Asien, welche sich bis zu 250.000 km² erstreckt. An der Nordküste von Makedonien und Thrakien bis zu dem Ende der Tälern des Axios, Strymon und Evros formen sich Buchten, die tief in das Land reichen.

Weitere Landabschnitte an der West-und Ostküste bilden große und kleine Halbinseln mit unzähligen Buchten sowie unmittelbaren Inseln und Riffe, entsprechend der Aufteilung des Landes durch die Morphologie der Ägäis, welches sich unter der Oberfläche des Meeres abspielte. Die Halbinseln sind dadurch mit den Inseln verbunden, und fügen sich untereinander durch unterseeische Gräben und Furchen.

Nord Mittel und Süd-Ägäis

Geographen und Geologen haben die Ägäis in drei Abschnitte unterteilt. Nämlich nach der Morphologie der Küste, die Lage der Inseln und die Form des Meeresbodens. Die Nord-, Mittel-und Süd-Ägäis.

Die Grenzen der nördlichen Ägäis sind die Küste von Thessalien im Westen, die Küste von Makedonien und Thrakien im Norden und Nordwesten und die Küsten von Kleinasien im Osten. Die südliche Grenze ist eine imaginäre Linie welche westlich vom Kap Artemission beginnt, zur Südspitze von Evia und schließlich den Osten erreicht, von der südlichsten Spitze der Insel Lesbos bis zu den Küsten Kleinasiens. Der nördliche Teil des Meeres zwischen der Halbinsel Chalkidiki in Griechenland und der Halbinsel Gallipoli in der Türkei im sogenannten thrakischen Meer, wo sich die Inseln Thasos und Samothrake befinden. Weiter südlich, in der nördlichen Ägäis die Inseln Nördliche Sporaden mit West-Ost-Ausrichtung, Skiathos, Skopelos, Alonissos und einige andere kleinere, Lemnos, Agios Efstratios und Lesbos, welche zu Griechenland gehören. Die Inseln, Imbros und Tenedos sind der Türkei angehörig.

Die Grenzen der zentralen Ägäis im Norden beginnend von Westen am Kap Sounion, am Südrand von Attika, Kap Kafirea, an der Südspitze von Evia entlang und erreicht im Osten die Insel Samos, und von dort auf, gegenüber die Küste Kleinasiens. In der Zentral-Ägäis im Westen haben wir Skyros, die südlichen Inseln der Nördlichen Sporaden und im Osten die Insel Psara, Antipsara, Inousses und Chios.

Die Grenzen der Süd-Ägäis sind, zum Norden hin die imaginäre Linie vom Kap Sounion zum Kap Kafirea, nach Samos und die Küsten Kleinasiens und nach Süden hin bis zur südlichen Grenze des Meeres von Lakonia, Kythira, Kreta, bis zum Kap Marmara nach Kleinasien.

Die Südliche Ägäis gilt als der wichtigste Teil des Ägäischen Meeres. Hier finden wir die meisten griechischen Inseln, die beiden großen Inseln Ballungen die Kykladen und Dodekanes, die Inseln Ikaria, Samos und Fourni im Osten und im Westen die Inseln des Golfs Saronico in der Nähe Attikas und der Argolico Golf am Peloponnes. Die südliche Ägäis ist in kleinere Seen, das Myrtoo Meer im Westen, das Kretische Meer im Süden und das Icarian und Karpatische Meer im Osten geteilt. Hinter jedem einzelnen dieser Meere verbergen sich oft spezifische lokale Wetterbedingungen, die von großer Bedeutung für die Seeschifffahrt sind.