Geographie

Die geologischen Fakten

Europa ist im Verhältnis zu anderen Festlandteilen flächenmäßig klein. Geologisch gesehen ist Europa, im Vergleich zu anderen Festlandgebieten, ohne extrem steile Gebirge, also ziemlich ebenmäßig beschaffen. Die Gebirgszüge, die in der letzten geologischen Entwicklung des Planeten gebildet wurden, sind viel höher und steiler, da diese bislang nicht so sehr den Erosionen ausgesetzt waren. In Europa gibt es alle Zwischenabstufungen des Erosionsvorgangs, da dessen Abschnitte in verschiedenen geologischen Zeiten entstanden. Daher gibt es auch in der Bodenbeschaffenheit eine große Vielfalt.

Der älteste Bereich ist der nordöstliche baltischer Schild. Gemäß der neuesten geologischen Tatsachenberichte sind das der europäische Teil Russlands, die baltischen Staaten, der südliche Teil Skandinaviens und der Grund des Atlantiks nördlich und nordwestlich der britannischen Inseln. Diese Gebiete gehören zu dem "Ur-Europa", welches vor gebildet wurde, bevor es Leben auf der Erde gab – also mindestens vor 550-600 Mio. Jahren.

Später, also vor 450-500 Mio. Jahren, wurde das alte Europa gebildet. Dazu gehören der größte Teil der britannischen Inseln, der nördliche Teil Skandinaviens und der Küstenverlauf von Holland bis Polen. Daraufhin, inmitten der Zeitspanne bevor es Leben auf der Erde gab, hat sich das zentrale Europa geformt, bestehend aus dem südlichen Teil Englands, einem Großteil West- und Zentraleuropas und fast der gesamten iberischen Halbinsel.

Vor 60 Mio. Jahren begann dann die Hauptphase der Alpenentstehung, welche vor 20 Mio. Jahren abgeschlossen war. Nun sind die hohen Berge Südeuropas entstanden, mit den Alpen in der Mitte, den Pyrenäen westlich und den Gebirgszüge des Balkans und Italiens. Die geologische Geburt Europas umfasst auch andere nachfolgende geologische Veränderungen, welche sowohl auf die Eisschollenbewegungen an den Küsten zurückzuführen sind, als auch auf das Strömen der Flüsse im Inland und auf den Einfluss des Wetters.

Geomorphosisch betrachtet kann man Europa in drei Bereiche einteilen: In den nördlich-zentralwestlichen, der mittelhohe, bereits erodierte Berge und große Ebenen im südlichen Teil hat, in den zentralen- östlichen Bereich, für den endlose Ebenen typisch sind, und in den südeuropäischen Bereich, der wenig Ebenen besitzt, doch dessen Berge bis an das Wasser reichen. Im Süden Europas befindet sich Griechenland, genauer gesagt, auf dem südöstlichen Ausläufer des Festlands.

Die südlichste Spitze des europäischen Festlands stellt die Punta de Tarifa Punta de Tarifa in Spanien dar, wenn man jedoch unsere griechischen Meere und die Inseln berücksichtigt, ist die südlichste Spitze die Insel Gavdos Gavdos südlich der größten europäischen Inseln Kreta.

Ein zusätzlicher Punkt, welcher Europa von den übrigen Festlandgebieten unterscheidet, ist seine Küstenlänge. Die europäischen Küsten sind stark durchfurcht und daher kommen auf eine Länge von 78.000 km, von denen 16.000 km griechisches Territorium umzeichnen.

Typisch für Europa ist die Tatsache, dass 28% seines Gebiets Halbinseln sind. Die skandinavische Halbinsel hat eine Ausdehnung von 800.000 qm, die iberische 584.000 qm und die Balkanhalbinsel 468.000 qm. Die griechische Halbinsel breitet sich mit 131.944 qm auf dem südlichen Teil des Balkans aus. Nur 7% des europäischen Gebiets bestehen aus Insel unterschiedlicher Größen. Ein bedeutender Teil stellen die große Zahl von 9.835 griechischen Inseln dar.